KO Mahr zu KJH-Kosten: „LR Lindner muss Karten offen auf den Tisch legen“

Oö. Kinder- und Jugendhilfe mit teils überdurchschnittlich hohen Ausgaben für Einzelpersonen – FPÖ OÖ forciert mit Schriftlicher Anfrage Offenlegung

„Seit knapp einem Jahr versucht SPÖ-Landesrat Lindner, konkreten Angaben zu den Ausgaben der Oö. Kinder- und Jugendhilfe (KJH) zu vermeiden. Damit auch in diesem wichtigen Bereich Kostentransparenz und Effizienz herrscht, werden wir ihn lückenlos durchleuchten“, erklärt Klubobmann Herwig Mahr den Anlass für eine weitere Schriftliche Anfrage der FPÖ aufgrund diverser Medienberichte zu überdurchschnittlich hohen Ausgaben der KJH. Zuletzt deckte die FPÖ OÖ auf, dass ein einzelner Problem-Jugendlicher einen 14-monatigen Urlaub in Spanien um rund 80.000 Euro durch das Lindner-Ressort finanziert bekam.

„Aufgrund der Unstimmigkeiten werden wir die konkreten Kosten in einer eigenen schriftlichen Anfrage abfragen. Beispielsweise wollen wir auch wissen, welchen Höchstausgaben es bisher bei einer Einzelperson gegeben hat, um die Effizienz zu beleuchten. Zudem hinterfragen wir Details zu Maßnahmen, welche die KJH im Ausland auf Kosten der Steuerzahler durchgeführt hat“, stellt Mahr kritisch in den Raum, ob „dies tatsächlich notwendig ist oder es nicht auch genügend Betreuungsmöglichkeiten im Inland gibt“.

„Wenn LR Lindner Interesse an effizientem Mitteleinsatz hat, soll er auch die Kosten transparent darlegen. Daran kann gemessen werden, welche konkreten Maßnahmen von Erfolg gekrönt waren und welche nur kostenintensiv und wirkungslos verpuffen. Ich erwarte mir vom zuständigen Landesrat, dass er objektiv im Sinne der Bürger agiert und keine festgefahrenen Strukturen auf Kosten der Steuerzahler am Leben erhält“, kündigt Klubobmann Herwig Mahr eine lückenlose Durchleuchtung an.

KO Mahr: „80.000-Euro-Urlaub für 15-Jährigen muss aufgeklärt werden“

Mündliche Anfrage im Oö. Landtag: FPÖ durchleuchtet „erlebnispädagogische Auslandsaufenthalte“ der KJH auf Kosten der Steuerzahler – fehlender Überblick im SPÖ-Ressort – weitere FPÖ-Anfrage angekündigt

„Die Beantwortung war schlicht unzufriedenstellend. Die Ausgaben sind nach wie vor nicht erklärbar“, kündigt Klubobmann Herwig Mahr im Anschluss seiner mündlichen Anfrage in der heutigen Sitzung des Oö. Landtages an SPÖ-Landesrat Lindner zum 14-monatigen Urlaub eines 15-Jährigen um 80.000 Euro Steuergeld eine weitere schriftliche Anfrage an.

„Durch unsere Anfrage musste LR Lindner preisgeben, dass regelmäßig ‚erlebnispädagogische Auslandsbetreuungen‘ durchgeführt werden. In einem Fall beliefen sich die Kosten dafür sogar auf 80.000 Euro“, führt Mahr die Hintergründe der FPÖ-Anfragen näher aus. „Welche Kosten sind dem Steuerzahler durch solche Betreuungsformen entstanden und wie steht es um die Effizienz?“, will Klubobmann Mahr mit der weiteren Anfrage in Erfahrung bringen.

Die heutigen Fragen der FPÖ offenbarten einen „fehlenden Überblick im SPÖ-Ressort“, so Mahr: „LR Lindner konnte etwa keine Maßnahmen nennen, die nach den Vorfällen im Asylheim Steyregg durch die dafür zuständige Kinder- und Jugendhilfe getätigt wurden. Jugendliche Asylwerber hatten dort die Einsatzkräfte behindert. Zumindest konnte auf Nachfrage klargestellt werden, dass derzeit 351 minderjährige Asylwerber durch das SPÖ-Ressort im Asylverfahren betreut werden.“

„Es gibt viele offenen Fragen. Denn auch die Mittel im sensiblen Bereich der Kinder- und Jugendhilfe müssen effizient eingesetzt werden. Das ist bei einem 80.000-Euro-Urlaub für einen 15-Jährigen bzw. bei monatlichen Betreuungskosten von 17.000 Euro für den mittlerweile 14-jährigen Serientäter, der bereits über 200 Straftaten begangen haben soll, schwer vorstellbar“, betont Klubobmann Herwig Mahr abschließend.