Unternehmerisches Denken in der Politik?!

Letzte Woche habe ich einen Beitrag über das Budget geschrieben, das ich „in Zahlen gegossene Politik“ nannte. Ich möchte hier etwas weiter gehen und der Frage nachgehen, wieviel unternehmerisches Denken die Politik verträgt. Oder anders gefragt: Wären Unternehmer bessere Politiker?

Beim Umgang mit dem Budget kann ich aus meiner Sicht dies Frage sicher mit einem „Ja“ beantworten. In der Wirtschaft führen dauerhafte Defizite in den Konkurs. Der Unternehmer strebt daher stets mindestens die „schwarze Null“ an – im Idealfall auch mehr. So, wie wir das aktuell auch im oberösterreichischen Haushalt machen. Für den Unternehmer ist also wirtschaftliches Handeln ein zentrales Element – das manchen abgeht.

Jetzt könnten Kritiker natürlich einwerfen: „Ja schon, aber lassen Unternehmer wegen ihrer Gewinnorientierung nicht das Gemeinwohl außer Acht?“ Aus meiner Erfahrung – nein. Denn auch die allermeisten Unternehmer denken (schon aus Eigeninteresse) daran ihre Mitarbeiter fair und auf Augenhöhe zu behandeln. Aber natürlich gelten in der Politik andere Spielregeln. Der Unternehmer kann schnell und eigenständig Entscheidungen treffen. In der Politik müssen oftmals viele Schleifen gedreht und mancher Kompromiss eingegangen werden, bis man zu einem Ergebnis kommt. Und ist es soweit, dann lassen sich die Entscheidungen oft nur schwer korrigieren oder rückgängig machen. Auch das ist für Unternehmer einfacher. Wird offenbar, dass eine Entscheidung falsch war, dann können Unternehmer sofort entgegensteuern – es geht ja auch um ihren Gewinn. Ich glaube aber, dass genau diese stete Lern- und Korrekturbereitschaft eine Eigenschaft ist, die Unternehmer auch in der Politik wertvoll machen.

In der Wirtschaft muss man Leistungsbereitschaft mitbringen, zuhören und Informationen sammeln können und darauf aufbauend dann Entscheidungen treffen, die man vor sich und anderen verantworten kann. Wenn wir (Ober)Österreich voranbringen wollen, dann sind das alles Punkte, die auch in der Politik wichtig sind. Mehr unternehmerisches Denken in der Politik wäre also gut, wenn das Selbstverständnis das eines Managers des Gemeinwohls ist.

LAbg. Kattnigg: OÖ ist Wirtschaftskaiser im Bundesländervergleich

FPÖ OÖ: Gute Konjunktur bestmöglich nutzen – Schulden zurückzahlen und gleichzeitig in Zukunft investieren

„Als Industrieland Nr. 1 nützt Oberösterreich den Wirtschaftsaufschwung, um für schlechte Zeiten vorzusorgen und Schulden für die nächste Generation abzubauen. Im Jahr 2019 sollen es 90 Millionen Euro werden. Während der derzeitigen Hochkonjunktur halten wir gleichzeitig auch den Standort Oberösterreich wettbewerbsfähig“, stellt die freiheitliche Wirtschaftssprecherin LAbg. Evelyn Kattnigg im heutigen Budgetlandtag klar. „Im Bundesländervergleich ist Oberösterreich mit 3,3 Prozent Wachstumskaiser. Aber darauf dürfen wir uns jetzt nicht ausruhen.“

Laut OECD-Prognosen wird 2018 für Österreich mit einem 2,6-prozentigen Wirtschaftswachstum gerechnet. Das Wachstum werde sich aber in den kommenden Jahren 2019 und 2020 auf 1,9 Prozent verlangsamen.

„Die Auftragsbücher sind voll und die Arbeitslosenquote sank im November 2018 auf 4,5 Prozent“, so LAbg. Kattnigg. „Diesen positiven Zahlen steht allerdings ein mit dem Wachstum und der demographischen Entwicklung verbundenen Fachkräftemangel entgegen. Laut AMS-Statistik gab es im November 2018 in Oberösterreich 18.214 offene Stellen und 1.524 offene Lehrstellen.“

„Unter anderem werden 2019 daher Investitionen sowie Impulsförderungen – wie 14,5 Millionen Euro im Pakt für Arbeit und Qualifizierung sowie 20 Millionen Euro für die Breitband-Offensive – gesetzt“, hebt Kattnigg beispielhaft hervor. Im Europavergleich sei Österreich beim Glasfaserausbau noch Schlusslicht vor Serbien, an erster Stelle die Schweiz und Lettland.

„Wir leben im Zeitalter der Digitalisierung und müssen daher auch in Oberösterreich zügig Voraussetzungen für flächendeckende Breitband-Infrastruktur für die Unis, FHs, Unternehmen und die Privaten schaffen“, ist LAbg. Kattnigg überzeugt. „Deshalb investiert Oberösterreich speziell für den Ausbau im ländlichen Raum 100 Millionen Euro bis 2021.“

„Mit dem Programm ‚Innovatives OÖ 2020‘ wurden bereits neue Strategien in den Kernbereichen Standortentwicklung, Industrielle Marktführerschaft, Internationalisierung und Zukunftstechnologien ausgearbeitet“, berichtet LAbg. Kattnigg abschließend über die weitere strategische Ausrichtung für die Wirtschaft in Oberösterreich.

Klubobmann Mahr: Flexibilisierung der Arbeitszeit ist Win-Win-Situation

Aktuelle Stunde zu Wirtschaft und Arbeit: FPÖ OÖ unterstützt aktuelle Reformen der Bundesregierung

„Mit der Flexibilisierung der Arbeitszeit trifft man den Nerv der Zeit. Oberösterreich ist ein starker Wirtschaftsstandort mit vielen Top-Unternehmen und guten Arbeitsplätzen. Um dieses hohe Niveau auszubauen, ist es aber unerlässlich, den Anforderungen der heutigen Gesellschaft gerecht zu werden“, sagt Klubobmann Herwig Mahr in der heutigen Aktuellen Stunde unter dem Titel „Arbeit – Wirtschaft – Wohlstand: Gemeinsam für den Standort OÖ“ und richtet einen Appell an SPÖ und Grüne: „Kehrt bei euren Aussagen zur Wahrheit zurück und stoppt die Lügenpropaganda!“

„Der Vorteil einer höheren Arbeitszeithöchstgrenze bei freiwilliger Gleitzeit liegt für beide Seiten auf der Hand. Mehr Geld und längere Freizeitblöcke werden möglich. Pendler ersparen sich Wege. Kosten für zusätzliche Anfahrten, Übernachtungen, Fahrzeug- oder Gerätemieten fallen weg“, nennt Mahr nur einige Vorteile der angekündigten Reform. „Aber auch die Freizeit lässt sich attraktiver gestalten. Arbeitnehmer haben mehr geblockte Zeit für Familie und Freunde.“

„Die Freiwilligkeit stand dabei immer außer Frage. Das wird nun sogar unmissverständlich im Gesetz festgeschrieben“, entkräftet Mahr den Hauptkritikpunkt und nennt weitere Details: „Der 8-Stunden-Tag und die 40-Stunden-Woche bleiben die Regel. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48 Stunden darf wie bisher nicht überschritten werden. Der Durchrechnungszeitraum liegt weiterhin bei 17 Wochen. Im Gesetz wird ein Wahlrecht für Arbeitnehmer verankert, um bei der Entschädigung der elften und zwölften Stunde frei zwischen Zeit oder Geld entscheiden zu können.“