Oö. Landtag: Flughafen wird übernommen, Kasberg wird gesichert
- Land OÖ übernimmt die Anteile der Stadt Linz am Flughafen
- Finanzrahmen von bis zu 17 Millionen Euro für den Kasberg beschlossen
- Landtag fordert Bund zu fairer Universitätsfinanzierung auf
- Längere Fristen für die Begutachtung von Bahnübergängen notwendig
- Gemeinden sollen bei Deponieverfahren stärker eingebunden werden
Der Oö. Landtag hat heute wichtige Beschlüsse für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Oberösterreich gefasst und mehrere Initiativen an die Bundesregierung beschlossen. „Wir stärken wichtige Einrichtungen und treten für Lösungen ein, die den Anliegen der Bevölkerung und den praktischen Anforderungen vor Ort Rechnung tragen“, betont FPÖ-Klubobmann Thomas Dim.
Land OÖ übernimmt Flughafen Linz
Der Oö. Landtag hat die Übernahme des 50-Prozent-Anteils der Stadt Linz am örtlichen Flughafen durch das Land Oberösterreich beschlossen. Der vorläufige Kaufpreis beträgt rund 1,3 Millionen Euro. Ziel ist eine strategische Neuausrichtung des Flughafens. Auch eine Beteiligung privater Partner wird angestrebt.
„Die Übernahme ist ein Gebot der Vernunft und erfüllt eine lange freiheitliche Forderung. Der Flughafen ist eine Lebensader für unseren Wirtschaftsstandort und für den internationalen Wettbewerb unverzichtbar“, erklärt Klubobmann Thomas Dim. „Mit dem Kauf allein ist es aber nicht getan. Jetzt muss eine klare strategische Kurskorrektur erfolgen, um den Flughafen wieder auf Erfolgskurs zu bringen und neue internationale Verbindungen zu schaffen.“
Finanzrahmen beschlossen: Kasberg gesichert
Mit dem Beschluss eines Finanzrahmens von bis zu 17 Millionen Euro wird die Zukunft des Skigebiets Kasberg abgesichert. Die Mittel ermöglichen die Übernahme durch die Traunsee Touristik und die Eingliederung in die OÖ Seilbahnholding. Das Paket umfasst die Kosten für den Betrieb und notwendige Investitionen.
„Der Kasberg ist mehr als ein Skigebiet – er ist ein Stück Heimat für unsere Familien, Vereine und die lokale Wirtschaft. Mit dieser Entscheidung sichern wir Arbeitsplätze und Wertschöpfung und stärken die Lebensqualität im Almtal“, betont FPÖ-Tourismussprecher LAbg. Michael Gruber. „Das ist ein klares Bekenntnis zum ländlichen Raum und zur Region.“
Bund soll Universitätsbudget sicherstellen
Mit einer Initiative fordert der Landtag die Bundesregierung auf, von den geplanten Kürzungen im Universitätsbudget Abstand zu nehmen. Besonderes Augenmerk gilt den oberösterreichischen Universitäten, insbesondere der Johannes Kepler Universität (JKU) und der Medizinischen Fakultät. Da die Bundesfinanzierung der Linzer Universitätsmedizin Ende 2028 ausläuft, wird eine langfristige und faire Finanzierung verlangt. Die selbsternannte Bildungspartei NEOS stimmte übrigens als einzige Fraktion gegen diesen Antrag.
„Kürzungen bei unseren Universitäten sind ein Anschlag auf den Wissens- und Wirtschaftsstandort Oberösterreich“, stellt FPÖ-Wissenschaftssprecher LAbg. Wolfgang Klinger klar. „Die Linzer Medizinische Fakultät muss über 2028 hinaus finanziell abgesichert werden. Es kann nicht sein, dass der Bund pro Studienplatz in Wien ein Vielfaches von dem investiert, was ihm ein Linzer Medizinstudent wert ist. Diese Ungleichbehandlung muss enden.“
Mehr Zeit für sichere Bahnübergänge
Der Landtag appelliert an die Bundesregierung, die Übergangsfristen für die Begutachtung und technische Sicherung von Eisenbahnkreuzungen zu verlängern. Die geltenden Fristen seien in der Praxis kaum umsetzbar und stellten insbesondere kleinere Gemeinden und regionale Eisenbahnunternehmen vor große personelle und finanzielle Herausforderungen.
„Sicherheit hat oberste Priorität, aber sie darf nicht durch praxisfremde Vorschriften aus Wien untergraben werden. Die aktuellen Fristen setzen Gemeinden und regionale Bahnbetreiber massiv unter Druck“, so LAbg. Wolfgang Klinger. „Es wird schlichtweg mehr Zeit benötigt, um Sicherungsmaßnahmen sorgfältig zu planen und zu finanzieren. Wir fordern Realismus statt Bürokratie.“
Baurestmassendeponien: Verfahren optimieren
In einem parteiübergreifenden Antrag wird die Bundesregierung aufgefordert, die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Genehmigungsverfahren von Baurestmassendeponien zu überarbeiten. Künftig sollen der tatsächliche Bedarf stärker berücksichtigt und betroffene Gemeinden sowie Bürger früher und umfassender in die Verfahren eingebunden werden. Anlass sind die Sorgen rund um die geplante Deponie in Weibern.
„Projekte dieser Tragweite dürfen nicht über die Köpfe der Menschen hinweg geplant werden. Die Sorgen der Bevölkerung in Weibern müssen ernst genommen werden“, betont Klubobmann Thomas Dim. „Die Stimme der Bürger und Gemeinden muss in solchen Verfahren mehr Gewicht bekommen.“
Landtags-Vorschau: Übernahme Flughafen Linz und Initiativen an den Bund
Land OÖ erwirbt Linzer Flughafenanteil – Anträge zu Deponien, Eisenbahnkreuzungen und Universitätsbudget an Bundesregierung
Am 1. Oktober stehen im Oö. Landtag wichtige Beschlüsse für den Wirtschafts- und Tourismusstandort Oberösterreich sowie mehrere Initiativen an die Bundesregierung auf der Tagesordnung. „Wir setzen uns für den Erhalt wichtiger Einrichtungen und für Lösungen ein, die den Anliegen der Bevölkerung und den praktischen Anforderungen vor Ort Rechnung tragen“, betont FPÖ-Klubobmann Thomas Dim.
Nach FPÖ-Initiative: Land übernimmt Flughafen
Der Landtag wird genehmigen, dass das Land Oberösterreich den Anteil der Stadt Linz am Flughafen Linz um rund 1,3 Millionen Euro übernimmt. „Bereits vor über einem Jahr forderte Landesparteiobmann Manfred Haimbuchner die Übernahme, nun erfolgt die Umsetzung. Für unseren Industriestandort Oberösterreich ist ein Flughafen als Drehscheibe unverzichtbar. Ziel muss es sein, dass es für den örtlichen Luftverkehr trotz schwieriger Lage wieder Aufwind und mehr Handlungsspielraum gibt“, so Dim, der nach einem Lokalaugenschein am Flughafen von dessen Notwendigkeit überzeugt ist.
Baurestmassendeponien: Bedarf prüfen und Bevölkerung einbinden
In einem gemeinsamen Initiativantrag wird die Bundesregierung aufgefordert, bei Genehmigungsverfahren für Baurestmassendeponien künftig auch den Bedarf besser zu berücksichtigen und die Gemeinden mehr einzubinden. „Für uns sind die Sorgen und Bedenken hinsichtlich des aktuellen Anlassfalls in Weibern nachvollziehbar. Diese müssen ernst genommen werden“, betont Dim.
Mehr Zeit für die Sicherung von Eisenbahnkreuzungen
Mit einem von der FPÖ initiierten Initiativantrag wird an die Bundesregierung appelliert, die Übergangsfristen für die Begutachtung sämtlicher Eisenbahnkreuzungen und für die Umsetzung der daraus resultierenden technischen Sicherungsmaßnahmen zu verlängern. „Dadurch kann die Sicherheit entsprechend der verfügbaren Kapazitäten gewährleistet werden“, so Dim.
Keine Kürzungen beim Universitätsbudget
Ein weiterer Antrag fordert die Bundesregierung auf, von den geplanten Kürzungen im Universitätsbudget Abstand zu nehmen. „Den oberösterreichischen Universitäten, insbesondere der JKU und der Linzer Universitätsmedizin, kommt besondere Bedeutung zu. Seit ihrer Gründung erbringt die Medizinische Fakultät der JKU einen zentralen Mehrwert für die Zukunft der Gesundheitsversorgung in unserem Land. Die Finanzierung durch den Bund, die Ende 2028 ausläuft, muss gesichert bleiben. Wir benötigen langfristige Stabilität und eine bundesweit faire Finanzierung“, erklärt Dim abschließend.
Weiters:
- Finanzrahmen für die Übernahme des Kasbergs wird bereitgestellt
- Abfallwirtschaftsgesetz-Novelle, Gemeindeordnungs-Novelle und Grundversorgungsgesetz wurden eingebracht
KO Dim zur Grundversorgungsnovelle: „Oberösterreich festigt Vorreiterrolle – Sachleistung vor Geldleistung wird Gesetz“
Strengstmögliche Umsetzung von EU-Recht verhindert Gold-Plating
„Durch die bundesweit strengstmögliche Umsetzung der verpflichtenden EU-Vorgaben festigt Oberösterreich seinen klaren und fairen Kurs in der Grundversorgung. Sowohl die Sanktionsmöglichkeiten als auch die Mitwirkungspflichten der Asylwerber werden ausgeweitet. So müssen jene, die falsche Angaben machen oder nicht mit Behörden zusammenarbeiten, mit spürbaren Konsequenzen rechnen. Wer in Oberösterreich Schutz bekommt, soll dafür auch etwas leisten“, betont FPÖ-Klubobmann Thomas Dim anlässlich der heutigen Präsentation der Grundversorgungsgesetz-Novelle.
„Erstmals erfolgt die gesetzliche Verankerung des von der FPÖ seit jeher geforderten Prinzips Sachleistung statt Geldleistung. Das ist nur fair gegenüber den Steuerzahlern“, so Dim. „Oberösterreich bleibt Vorbild in Österreich. Klare Regeln, konsequente Umsetzung und null Toleranz bei Missbrauch sichern die Leistungsfähigkeit unseres Sozialsystems.“
Weiterhin aufrecht bleibt die freiheitliche Kritik an den Vorgaben des EU-Asylpakts. „Die dort festgelegten Maßnahmen sind zu lasch, um illegale Migration tatsächlich einzudämmen. Stattdessen werden bestehende Missstände verwaltet – diesbezüglich haben wir für Oberösterreich das Beste herausgeholt“, so Dim abschließend.
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