FPÖ-Klubobmann Dim: „Kosten für Migration müssen transparent gestellt und gesenkt werden!“
Sonderkrankenkasse für außereuropäische Migranten ist wichtiger Schritt für Kostenwahrheit und Effizienz im Gesundheitssystem
Die Presskonferenz von Landesparteiobmann Dr. Manfred Haimbuchner habe offenbar vielen die Augen geöffnet. Die Resonanz sei stark und vielversprechend, denn eine breite Diskussion führe zum gewünschten Ziel, so der oberösterreichische FP-Klubobmann Thomas Dim.
„Leider ist es manchen, die in die Diskussion um die Verbesserung der Situation im Gesundheitswesen eingestiegen sind, noch nicht möglich gewesen, die von LHStv. Manfred Haimbuchner präsentierten Fakten richtig zu interpretieren“, so Dim in einer Aussendung. Der politische Mitbewerb von links verteidige die erträumte Wählergruppe von morgen reflexartig wie immer.
Manche Medien bezeichneten eine reale Drohung gegen unsere Spitäler, die internationale Ermittlungen ausgelöst habe, als „Fake“, weil es nicht zur angedrohten Tat gekommen sei, und negierten damit das tatsächliche Bedrohungsszenario gegenüber den Mitarbeitern, das in den Spitälern vorherrsche. Die Gesundheitskasse erzähle irgendetwas von Asylwerbern, um die es in einer Pressekonferenz über Leistungsgerechtigkeit im Gesundheitssystem naturgemäß nur am Rande gegangen sei, so Dim weiter.
Manche bringen nun die Befürchtung ein, dass eine spezielle Migrantenversicherung eine Abschreckung für Fachkräfte sei. Dazu Klubobmann Dim: „Zu Letzterem nur ein Satz: Es gilt, was seit über zehn Jahren gilt – aus Syrien und Afghanistan kommen keine Fachkräfte. Und vielleicht noch ein zweiter: Wenn die ÖVP den Standort wirklich attraktiver machen möchte, sei auf CO₂-Steuern, Lohnnebenkosten und ganz allgemein auf die Steuerlast der arbeitenden Bevölkerung verwiesen.“
Dim weiter: „Jeder weiß, dass die Gesundheitsholding aktiv Pflegekräfte aus den Philippinen und Kolumbien anwirbt, und jeder weiß auch, dass wir diese gezielt anwerben müssen, weil die Migration seit 2015 entgegen den Beschwichtigungen und Versprechungen keine Menschen gebracht hat, die diese Tätigkeiten verrichten können und wollen.“
Laut Pflegereporting des Gesundheits- und Sozialministeriums betrage der durchschnittliche prozentuale Anteil von Drittstaatsangehörigen mit entsprechender ausländischer Berufsqualifikation in den Gesundheitsberufen vier Prozent. Natürlich beziehen sich diese Zahlen nicht ausdrücklich auf die Herkunft des Gesundheitspersonals, sondern darauf, wo diese – sofern vom österreichischen Staat anerkannt – ihre Ausbildung absolviert haben. Dies sei dennoch ein guter Indikator dafür, woher diese Personen stammen.
Das Pflegereporting zeige eindeutig, dass ein Großteil des ausländischen Pflegepersonals aus der EU stamme, der weitaus größte Teil aus Deutschland. Uns müsse bewusst sein, dass die ausländische Pflegefachkraft, die in dieser Diskussion so gern angeführt werde, hauptsächlich aus Deutschland stamme oder zumindest dort ihre Pflegeausbildung absolviert habe, so Dim.
Klubobmann Thomas Dim weiter: „71 Prozent der Migranten aus Afghanistan, Irak und Syrien verdienten 2019 unter 60 Prozent des österreichischen Median-Einkommens. Es sei nur logisch, dass diese Bevölkerungsgruppe aus dem System wesentlich mehr bekommt, als sie einzahlt. Migranten verrichten ihre Arbeit sehr oft in einem Umfeld, das speziell dafür geschaffen wurde, ihnen einen Arbeitsplatz zu sichern – etwa durch Vereine, die von der öffentlichen Hand bezahlt werden. Der Grund für diese Beschäftigungen ist oft nicht Wertschöpfung, sondern die Schaffung der Grundlage für eine Staatsbürgerschaft.“
Migranten, die seit 2015 nach Österreich gekommen sind, sind in der Regel weder Fachkräfte noch Netto-Beitragszahler. Asylwerber sind zahlenmäßig tatsächlich nicht mehr das Problem; es sind jene Migranten wie die zahlreichen Asylberechtigten, die formal berufstätig sind, aber dem System mehr kosten, als sie einzahlen, ohne Perspektive auf Veränderung dieser Situation. Zudem beziehen mehr als 77.000 meist arbeitslose Asylberechtigte Sozialhilfe, wovon rund 60.000 in Wien leben.
„In der von Landesparteiobmann Haimbuchner geforderten Kasse werden alle Nicht-Österreicher solidarisch versichert, die weder aus der EU, dem Westbalkan, Island, Liechtenstein, Norwegen noch der Schweiz stammen. Die Kassenleistungen werden bei Dysfunktionalität auf die notwendigsten Maßnahmen beschränkt. Sollte dazu das Geld nicht ausreichen, müsste eine Abgangsdeckung des Bundes gewährleistet sein. Dadurch kommt es endlich zu Transparenz über die echten Kosten durch Migranten, die natürlich weit über Grund- und Mindestsicherung hinausgehen. Wir wollen es nicht mehr zulassen, dass unser Gesundheitssystem zur Querfinanzierung der Fachkräfte-Illusion missbraucht wird“, so Dim abschließend.
