Klubobmann Dim zu ÖBB-Instandhaltungsfenster: „Teilerfolg für Pendler, aber der große Wurf bleibt aus“
Nach FPÖ-Resolution: Verkehrsminister reduziert Sperrtage, ignoriert aber zentrale Forderung nach Nachtarbeiten – Belastung für Pendler bleibt hoch
Mit gemischten Gefühlen reagiert FPÖ-Klubobmann Thomas Dim auf die Antwort von Verkehrsminister Hanke bezüglich der von der ÖBB geplanten Instandhaltungsfenster. Eine von der FPÖ im November 2025 initiierte und im oberösterreichischen Landtag beschlossene Resolution hatte die Bundesregierung aufgefordert, die geplanten, massiven Einschränkungen für Pendler zurückzunehmen. Nun liegt die Antwort aus Wien vor.
„Die gute Nachricht ist: Unser Druck hat gewirkt. Dass die Anzahl der Sperrtage auf wichtigen Pendlerstrecken wie der Mühlkreis-, Almtal- oder der Donauuferbahn reduziert wird, ist ein erster Erfolg und ein direktes Ergebnis unserer Initiative“, erklärt Dim. So konnte etwa erreicht werden, dass die genannten Strecken nur an sechs bzw. sieben statt der ursprünglich geplanten zehn Tage gesperrt werden.
Nachtarbeiten würden Pendler entlasten
Gleichzeitig übt der freiheitliche Klubobmann Kritik an der grundsätzlichen Haltung des Ministeriums: „Die schlechte Nachricht ist, dass die Bundesregierung den Kern des Problems ignoriert. Unsere zentrale Forderung war, die Instandhaltungsarbeiten wie seit Jahrzehnten bewährt in die Nachtstunden zu verlegen, um die tausenden Pendler, Schüler und Familien nicht zu belasten. Dieser Forderung kommt man nicht nach. Stattdessen werden die Bürger weiterhin tagsüber mit Streckensperren, Schienenersatzverkehr und massiven Zeitverlusten konfrontiert.“
Für Dim ist die Argumentation des Ministers, man wolle Kosten sparen und auf die Nachtruhe der Anrainer Rücksicht nehmen, nicht stichhaltig. „Was hier als ‚kosteneffizient‘ verkauft wird, ist eine plumpe Kostenverlagerung auf den Rücken der arbeitenden Bevölkerung. Die ÖBB spart, und die Pendler zahlen die Rechnung mit ihrer Zeit und ihren Nerven. Jahrelang waren Nachtarbeiten der Standard, um genau das zu verhindern. Jetzt wird eine funktionierende Praxis über den Haufen geworfen, und die Leidtragenden sind wieder einmal jene, die täglich zur Arbeit fahren“, so Dim.
